4. # Flugzeughersteller: Airbus erklärt Streit mit Triebwerks-Lieferant für beendet
Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, steht vor einem Triebwerk. Foto: Marcus Brandt/dpa
Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus schlägt gegenüber seinem Triebwerks-Lieferanten Pratt & Whitney sanftere Töne an. „Wir sind Partner“, sagte Vorstandschef Guillaume Faury am Mittwochabend in Toulouse. Für das laufende Jahr sei der Streit um die Zahl zu liefernder Triebwerke kein Thema mehr. Über das kommende Jahr debattiere man noch. „Nach 2027 werden wir in einer deutlich normaleren Situation sein“, fügte Faury hinzu.
In einem ungewöhnlichen Schritt hatte er im Frühjahr den US-Zulieferer offen scharf kritisiert, weil dieser seine Zusagen nicht einhalte und Airbus damit blockiere. Pratt & Whitney arbeitet beim Bau von Triebwerken für den Airbus A320 und den kleineren Airbus A220 mit der Münchner MTU Aero Engines zusammen. Zuletzt hatten die Amerikaner zum Ärger von Airbus einem Rückruf Vorrang vor der Produktion neuer Triebwerke gegeben.
Faury bekräftigte das Ziel von Airbus, in diesem Jahr rund 870 Flugzeuge auszuliefern. Das wären zehn Prozent mehr als 2025. „Rund 870“ bedeute zwischen 850 und 890, fügte Faury an. Man habe „ein hohes Maß an Zuversicht“, das Ziel zu erreichen. Reuters hatte erfahren, dass der Flugzeugbauer inzwischen sogar intern mehr als 900 Auslieferungen anpeilt.
„Unsere Lieferkette ist in einem viel besseren Zustand“, hatte Faury schon auf der Luftfahrtmesse in Farnborough in der vergangenen Woche gesagt. „Wir haben noch ein paar Probleme, und die werden wohl bleiben, wenn wir noch höher gehen.“ Am Mittwoch bekräftigte er das Ziel, die Produktion des Erfolgsmodells A320neo bis Ende 2027 auf 70 bis 75 Maschinen im Monat zu schrauben. Danach sollte sie sich bei 75 stabilisieren.
Die steigende Zahl an Auslieferungen und die geringeren Probleme trieben im ersten Halbjahr den operativen Gewinn von Airbus ebenso nach oben wie Fortschritte in der Rüstungs- und Raumfahrtsparte. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 33,2 Milliarden Euro, das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sogar um 24 Prozent auf 2,73 Milliarden Euro, wie der französisch-deutsche Konzern in Toulouse mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 240 Millionen Euro weniger Ebit und 280 Millionen Euro weniger Umsatz gerechnet. Die Rüstungs- und Raumfahrtsparte, die eine Sanierung hinter sich gebracht hat, hat ihren operativen Gewinn beinahe verdoppelt.
Faury bekräftigte das Ziel von Airbus, in diesem Jahr rund 870 Flugzeuge auszuliefern. Das wären zehn Prozent mehr als 2025. „Rund 870“ bedeute zwischen 850 und 890, fügte Faury an. Man habe „ein hohes Maß an Zuversicht“, das Ziel zu erreichen. Reuters hatte erfahren, dass der Flugzeugbauer inzwischen sogar intern mehr als 900 Auslieferungen anpeilt.
Faury lobte das „starke Abschneiden bei Defence and Space“ trotz eines komplexen und sich schnell ändernden Umfelds. „Wir fahren in allen Sparten hoch, um die wachsende Nachfrage nach unseren zivilen und militärischen Lösungen zu befriedigen.“ Für das Gesamtjahr peilt der Flugzeugbauer weiterhin ein bereinigtes Ebit von 7,5 Milliarden Euro und einen operativen Mittelzufluss (Free Cash-flow) von rund 4,5 Milliarden Euro an. Im ersten Halbjahr war der Cash-flow mit 1,17 Milliarden Euro negativ. Finanzchef Thomas Toepfer erklärte, das liege vor allem an den höheren Lagerbeständen, die Airbus aufgebaut habe.
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Die steigende Zahl an Auslieferungen und die geringeren Probleme trieben im ersten Halbjahr den operativen Gewinn von Airbus ebenso nach oben wie Fortschritte in der Rüstungs- und Raumfahrtsparte. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 33,2 Milliarden Euro, das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sogar um 24 Prozent auf 2,73 Milliarden Euro, wie der französisch-deutsche Konzern in Toulouse mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 240 Millionen Euro weniger Ebit und 280 Millionen Euro weniger Umsatz gerechnet. Die Rüstungs- und Raumfahrtsparte, die eine Sanierung hinter sich gebracht hat, hat ihren operativen Gewinn beinahe verdoppelt.
\\ \\ Berenberg BankDeutschlands ehemals erfolgreichster Banker und das Privatjet-Syndrom\\ \\ von Melanie Bergermann und Lukas Zdrzalek