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Meinung

Fed-Entscheid: Erneute Zinspause bei US-Notenbank Federal Reserve

4. # Fed-Entscheid: Erneute Zinspause bei US-Notenbank Federal…

29. Juli 2026

4. # Fed-Entscheid: Erneute Zinspause bei US-Notenbank Federal Reserve

Der Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, Kevin Warsh. Foto: Rod Lamkey/FR172078 AP/dpa

Die US-Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins wie erwartet ein weiteres Mal unverändert. Der Zentralbankrat stimmte mit neun zu drei Stimmen für eine erneute Zinspause. Damit bleibt die Spanne zum fünften Mal in Folge in diesem Jahr bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Die drei Abweichler sprachen sich dabei für eine Zinserhöhung um einen Schritt (25 Basispunkte) aus. Dass das Fed-Gremium nicht einstimmig votiert, ist zwar nicht außergewöhnlich – zeigt allerdings, wie unterschiedlich stark die derzeitige Teuerungsrate auf hohem Niveau gewichtet wird.

Die Energiekrise und der Iran-Krieg ließen praktisch keine andere Entscheidung zu: Nach der jüngsten Eskalation im Nahen Osten war der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent über die Marke von 100 Dollar je Barrel gestiegen. Erst die jüngste Pause der US-Angriffe am Wochenende ließ den Preis wieder fallen.

Während Ökonomen vor diesem Hintergrund eine Zinssenkung praktisch ausgeschlossen hatten, wäre – wenn auch unwahrscheinlich – höchstens eine Zinsanhebung denkbar gewesen. Damit verbunden ist die Hoffnung, die Teuerungsrate in den Griff zu bekommen. Im Juni lag diese bei 3,5 Prozent und damit immer noch deutlich über dem von der Fed angestrebten Ziel von 2 Prozent. Zugleich war zuletzt die Beschäftigungsentwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

\\ \\ GeldpolitikDie EZB kann von Kevin Warsh lernen\\ \\ Die Unabhängigkeit von Notenbanken ist ein hohes Gut. Sie sollte aber nur für das Kerngeschäft der Geldpolitik gelten. Ein Gastbeitrag. von Jörg Krämer

Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass eine Zinserhöhung nicht die Hauptursache der Inflation bekämpfen würde – denn ein Ende der Energiekrise ist erst bei einer dauerhaften Lösung der verzwickten Situation in der Straße von Hormus absehbar. Die Meerenge ist für den globalen Energiehandel von immenser Bedeutung. Durch das derzeit knappe Angebot müssen Firmen viel mehr Geld für Öl, Gas und Dünger ausgeben. Eine voreilige Zinserhöhung könnte überhastet wirken, während der gleichbleibende Leitzins der Notenbank mehr Zeit für weitere Indikatoren einräumt.

Die Energiekrise und der Iran-Krieg ließen praktisch keine andere Entscheidung zu: Nach der jüngsten Eskalation im Nahen Osten war der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent über die Marke von 100 Dollar je Barrel gestiegen. Erst die jüngste Pause der US-Angriffe am Wochenende ließ den Preis wieder fallen.

Während Ökonomen vor diesem Hintergrund eine Zinssenkung praktisch ausgeschlossen hatten, wäre – wenn auch unwahrscheinlich – höchstens eine Zinsanhebung denkbar gewesen. Damit verbunden ist die Hoffnung, die Teuerungsrate in den Griff zu bekommen. Im Juni lag diese bei 3,5 Prozent und damit immer noch deutlich über dem von der Fed angestrebten Ziel von 2 Prozent. Zugleich war zuletzt die Beschäftigungsentwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

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Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass eine Zinserhöhung nicht die Hauptursache der Inflation bekämpfen würde – denn ein Ende der Energiekrise ist erst bei einer dauerhaften Lösung der verzwickten Situation in der Straße von Hormus absehbar. Die Meerenge ist für den globalen Energiehandel von immenser Bedeutung. Durch das derzeit knappe Angebot müssen Firmen viel mehr Geld für Öl, Gas und Dünger ausgeben. Eine voreilige Zinserhöhung könnte überhastet wirken, während der gleichbleibende Leitzins der Notenbank mehr Zeit für weitere Indikatoren einräumt.

Der neue Fed-Chef hatte sich zuvor angesichts der vergleichsweise hohen Teuerungsrate kämpferisch gezeigt. „Die Mitglieder unseres Ausschusses tolerieren keine anhaltend hohe Inflation“, sagte er Mitte Juli. Warsh gilt als „Inflation Hawk“ und tendiert eher zu einer restriktiveren Geldpolitik, um die Inflation zu bekämpfen. Warsh hatte zudem eine Sondereinheit angekündigt, die den „Ursachen“ der Inflation nachgehen soll.