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Meinung

Lang & Schwarz: Jetzt startet der Trade-Republic-Verlierer einen Beruhigungsversuch

4. # Lang & Schwarz: Jetzt startet der Trade-Republic-Verlierer einen…

16. Juli 2026

4. # Lang & Schwarz: Jetzt startet der Trade-Republic-Verlierer einen Beruhigungsversuch

Nach dem Trade-Republic-Schock steckt der Börsenbetreiber Lang & Schwarz in der Krise. Foto: IMAGO/dreamstime

Bis vor zwei Wochen war die Welt für Lang & Schwarz noch heile. Lange profitierte der Börsenbetreiber von einer Exklusiv-Partnerschaft mit dem Neobroker Trade Republic. Jede Aktienorder, die ein Kunde über die App platzierte, landete letztlich im Handelsraum der Düsseldorfer. Umsätze und Gewinne stiegen deutlich, ebenso der eigene Aktienkurs. Bis Anfang Juli.

Da verkündete Trade Republic eine Neuaufstellung der eigenen Handelstechnologie. Die zu Lang & Schwarz gehörende LS Exchange ist seitdem nur noch einer von 30 Handelsplätzen, an die Kundenaufträge geroutet werden.

Die Folgen bekam das Unternehmen prompt zu spüren. Die Handelsvolumina brachen radikal ein. Gegenüber dem Durchschnitt des laufenden Jahres gingen sie in der Spitze um bis zu 96 zurück, wie öffentlich zugängliche Daten zeigen. Auch der Aktienkurs sank stark: Innerhalb weniger Handelstage verlor das Papier bis zu 45 Prozent an Wert.

\\ \\ Lang & SchwarzNach Ende des exklusiven Deals mit Trade Republic – Handel bricht um bis zu 96 Prozent ein\\ \\ Der Börsenbetreiber Lang & Schwarz hat seine Exklusivstellung bei Trade Republic verloren. Diese Zahlen zeigen, wie dramatisch das Handelsvolumen jetzt kollabiert. von Philipp Frohn

Als börsennotiertes Unternehmen verschickte Lang & Schwarz zwar am Tag der Trade-Republic-Meldung eine Ad-hoc-Mitteilung. Eigentlich wollte Lang & Schwarz erst auf der Hauptversammlung am 26. August mehr Details zur künftigen Ausrichtung bekanntgeben. In Onlineforen äußern sie ihren Unmut über die spärliche Informationspolitik des Unternehmens.

Die Folgen bekam das Unternehmen prompt zu spüren. Die Handelsvolumina brachen radikal ein. Gegenüber dem Durchschnitt des laufenden Jahres gingen sie in der Spitze um bis zu 96 zurück, wie öffentlich zugängliche Daten zeigen. Auch der Aktienkurs sank stark: Innerhalb weniger Handelstage verlor das Papier bis zu 45 Prozent an Wert.

\\ \\ Lang & SchwarzNach Ende des exklusiven Deals mit Trade Republic – Handel bricht um bis zu 96 Prozent ein\\ \\ Der Börsenbetreiber Lang & Schwarz hat seine Exklusivstellung bei Trade Republic verloren. Diese Zahlen zeigen, wie dramatisch das Handelsvolumen jetzt kollabiert. von Philipp Frohn

Als börsennotiertes Unternehmen verschickte Lang & Schwarz zwar am Tag der Trade-Republic-Meldung eine Ad-hoc-Mitteilung. Eigentlich wollte Lang & Schwarz erst auf der Hauptversammlung am 26. August mehr Details zur künftigen Ausrichtung bekanntgeben. In Onlineforen äußern sie ihren Unmut über die spärliche Informationspolitik des Unternehmens.

Zwei Wochen hat es gedauert, bis Lang & Schwarz an diesem Donnerstag dann doch eine Stellungnahme zu den jüngsten Ereignissen herausgab. An der Börse kam das gut an: Infolge des Beruhigungsversuchs legte die Aktie immerhin um fünf Prozent zu. Die Kernbotschaft des Vorstandes lautet: Ja, es wird zu Einschnitten kommen – aber das Geschäft ist intakt.

In der Stellungnahme geht Lang & Schwarz auf „die beiden Kernkompetenzen des Geschäftsmodells“ ein. Da sind zum einen ‚strukturierte Papiere‘, sprich: Derivate. Anders als der Aktienhandel ist dieses Segment vom Umsatzeinbruch durch das neue Handelssystem bei Trade Republic nicht betroffen.