Eigentlich galt BMW als "Streber" unter den deutschen Autobauern. Doch nun streichen auch die Münchner Tausende Stellen. Warum BMW wohl doch kein Sonderfall ist.
Zunächst schien es, als ob BMW in der derzeitigen Autokrise noch recht unbeschadet davonkommt. Zwar leiden auch die Münchner unter rückläufigen Verkäufen und Gewinnrückgängen. Doch von größeren Stellenstreichungen oder gar von möglichen Werksschließungen wie beim VW-Konzern war bislang nicht die Rede.
Das hat sich nun geändert. Im Vorfeld einer Betriebsversammlung in München informierten der Vorstandsvorsitzende Milan Nedeljkovic und der Chef des Gesamtbetriebsrats Martin Kimmich die Beschäftigten über die Abbaupläne. Per Video waren die anderen Standorte in Deutschland zugeschaltet.
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BMW will 8.000 Stellen streichen \\ \\ tagesschau, Das Erste, 29.07.2026 • 10:40 Uhr
BMW plant freiwilliges Abfindungsprogramm
Laut Unternehmenskreisen wird es in den nächsten Monaten ein freiwilliges Abfindungsprogramm geben, das bis Ende nächsten Jahres laufen soll. Es richtet sich nicht an die Mitarbeitenden in der Produktion, sondern nur an die Beschäftigten im sogenannten indirekten Bereich, also in der Verwaltung, im Vertrieb und in der Entwicklung. Es soll auch keine Listen geben, sondern allen Mitarbeitern in diesem Bereich angeboten werden.
Die Rede ist von rund 40.000 bis 50.000 Beschäftigten in Deutschland. Diese sollen sich freiwillig entscheiden können, ob sie das Angebot annehmen oder nicht. Auf diese Weise und mit anderen Maßnahmen sollen weltweit rund 8.000 Stellen gestrichen werden, wie es heißt.
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29.07.2026\\ \\ Krise in der AutoindustrieBMW will rund 8.000 Jobs abbauen\\ \\ Als letzter großer deutscher Autobauer hat jetzt auch BMW ein Stellenabbauprogramm angekündigt.\\ mehr
Während man im Unternehmen lobt, dass sich das Programm eben an alle Mitarbeiter im indirekten Bereich richtet, sieht das der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer kritisch. Das zeige, dass es keinen Abbauplan gebe, sondern mit Schrot geschossen werde. Und überall, wo mit Schrot geschossen werde, treffe man ungenau.
Offiziell gibt es noch keine Bestätigung über das Programm, weder vom Vorstand noch vom Betriebsrat. Offensichtlich sind auch noch einige Detailfragen zu klären. Weltweit hat BMW rund 154.000 Mitarbeiter, deutlich mehr als die Hälfte davon, nämlich mehr als 84.000, in Deutschland.